Gastronomiebedarf – Was macht einen guten Lieferanten aus?

ARKM Zentralredaktion 29. Juni 2018

Angesichts der globalen Verflechtungen wird der Preisdruck in der Gastronomie immer höher. In diesem Zusammenhang kommt in vielen Betrieben etwa die Frage auf, ob derzeitige oder potentielle Lieferanten ihr Geld wert sind. Doch bei der Auswahl eines Lieferanten sollte nicht nur der Preis im Vordergrund stehen. Vielmehr ist der finanzielle Aspekt nur eines der Kriterien, auf die es bei einer sich anbahnenden Geschäftsbeziehung ankommen sollte.

Wie ein unzuverlässiger Lieferant die eigene Existenz bedroht

Foto: pixabay.com

Die Bestellung eines Fischgerichts mit Pommes seitens eines Stammkunden ist soeben eingegangen. Schade nur, dass die Lieferung eines neuen Frittierkorbs auf sich warten lässt. Nachdem die Geduld des Kunden knapp eine Stunde lang überstrapaziert wurde, trifft die Ware endlich ein. Mit Entsetzen muss jedoch festgestellt werden, dass der Korb in der falschen Größe geliefert wurde. Jede Mühe, den langjährigen Kunden zu besänftigen, schlägt fehl. Enttäuscht verlässt dieser mit Gattin und Kindern das Lokal. Als ob der Vertrauensverlust des Kunden nicht schon genug wäre, kündigt der Lieferant auch noch an, künftig kein Barzubehör mehr anbieten zu können und zudem die Konditionen neu verhandeln zu wollen.

Kriterien für die Lieferantenauswahl

Täglich kommt es weltweit zu den hier geschilderten Problemen mit Lieferanten. In vielen Fällen gehen diese Unannehmlichkeiten zu Lasten des Kunden, der beim Besuch des Restaurants oder Gastwirtschaft eine ganz andere Erwartungshaltung hegt. Dies führt nicht selten zu einem beträchtlichen Kundenschwund und einem stark angekratztes Image mit existenzbedrohlichen Folgen. Um es nicht soweit kommen zu lassen, sollte der Auswahl des Lieferanten große Beachtung geschenkt werden. Folgende Faktoren spielen hierbei eine entscheidende Rolle und zeichnen einen guten Lieferanten aus:

● Hohe Qualität der Waren
● Ständige Lieferbereitschaft
● Ausgeprägtes Kulanzverhalten, sollte es zu Beanstandungen kommen
● Niedrige Fehlerquote
● Hohe Flexibilität und damit schnelle Reaktion auf sich ändernde Kundenwünsche
● Fester Ansprechpartner und gute Erreichbarkeit
● Hohe Liefertermintreue und strikte Einhaltung zugesagter Lieferzeiten
● Preisgarantien
● Großes Produktangebot
● Angebotstransparenz (keine versteckten Mindestmengen oder Kosten)
● Gute Bonitätsbewertung (bspw. über Schufa oder Creditreform)
● Abschluss langfristiger Verträge möglich
● Moderate und gut begründete Preiserhöhungen in der Vergangenheit
● Gute Referenzen

Unterschiedliche Anbieter einem detaillierten Vergleich unterziehen

Oftmals ist die Auswahl möglicher Lieferanten für den Gastronomiebedarf recht groß. Umso wichtiger ist es deshalb, die Anbieter hinsichtlich ganz konkreter Merkmale miteinander zu vergleichen. Hierzu sollten zu Beginn wichtige Kriterien definiert werden (z.B. Qualität, Preis, Zuverlässigkeit), höchstens 8-10 an der Zahl. Nun sollte es darum gehen, diese Kriterien mit einer entsprechenden Gewichtung zu versehen. So könne der Preis beispielsweise mit 15 Prozent, die Konditionen hingegen mit 10 Prozent in die Bewertung einfließen. Im Falle einer bereits bestehenden Geschäftsbeziehung können diese Informationen gut zusammengetragen werden. Bei neuen Lieferanten lassen sich hingegen zwar Konditionen und Preis erfragen, jedoch keine Rückschlüsse auf Zuverlässigkeit und Qualität ziehen. Hier ist es wichtig, sich Referenzkunden benennen oder sich eine bestimmte Termintreue und Qualität zusichern zu lassen. Schließlich wird über eine Punktevergabe für die einzelnen Kriterien der beste Lieferant ermittelt.

Welche Fragen bei der Verhandlung einer Klärung bedürfen

Um die Bewertung leistungsrecht vollziehen zu können, sollte der potentielle Lieferant mit einigen wichtigen Fragen konfrontiert werden. Etwa dahingehend, welche Zahlungsbedingungen bei größerem Umsatzvolumen bzw. höherer Bestellmenge vorgesehen sind. Auch Themen wie Risikoübergang sowie Liefer- und Zahlungszeitpunkt bedürfen einer verbindlichen Regelung. Ein großes Angebot an Artikeln für die Gastronomie, wie etwa auf gastronomie-kaufhaus.de, ist wünschenswert. Abzuklären ist ferner, wie für Abhilfe gesorgt wird, sollte die Lieferung unerwartet ausfallen. Falls erforderlich, muss der Anbieter auch am Wochenende verfügbar sein und Mängel schnell beheben können. Geltende Qualitätsnormen sind einzuhalten und ein regelmäßiger Support zu gewährleisten. Produkterweiterungen oder -ergänzungen sollten bei Bedarf möglich sein.

Fazit

Vor allem in der heutigen Zeit sind nachhaltige und vertrauensvolle Beziehungen zu den Lieferanten entscheidend. Die Grundlage hierfür sollte bereits bei der Auswahl des Geschäftspartners geschaffen werden. Durch die Definition relevanter Kriterien und deren Bewertung werden die unterschiedlichen Anbieter vergleichbar. So lässt sich die Wahrscheinlichkeit, den bestmöglichen Lieferanten für Gastronomiebedarf ausfindig zu machen, signifikant erhöhen.

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