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Personal Branding – Wenn man selbst zur Marke wird

Nicht nur Produkte oder Unternehmen lassen sich zu einer Brand aufbauen, sondern auch Personen können zur Marke werden. Unter einer Marke versteht man die Summe aller Vorstellungen, die mit einem Name oder verbundene Zeichen (z. B. ein Logo) bei Verbraucher/-innen einen Wiedererkennungswert auslösen soll. Eine Brand verleiht eine Identität, sie hat die Funktion eines Unterscheidungsmerkmals.

Personal Brand – Erfolg durch Kontinuität

Mit einer Personenmarke ist es, wie mit jedem Produkt: Ist Sie erfolgreich am Markt platziert, muss man sich beständig darum kümmern, sonst verliert Sie an Attraktivität oder gerät in Vergessenheit. Oscar Karem, Business-Mentor und selbst erfolgreiche „Personenmarke“, sagt zum Thema der Beständigkeit: „Ein wesentlicher Punkt beim Personalbranding, welcher oftmals völlig unterschätzt wird, ist das Thema Kontinuität. Denn eine Personenmarke ohne Kontinuität wird immer kläglich scheitern.“

Personal Branding bietet vor allem deshalb große Chancen, weil eine einzelne Person für andere authentischer ist, als es ein Unternehmen oder ein Produkt jemals sein könnte. Diese Nahbarkeit und Authentizität einer Person überträgt sich auch auf Produkte und Unternehmen. Umgekehrt ist dieser Effekt schwieriger zu erreichen. Als Personenmarke ist man immer Experte für ein bestimmtes Thema. Dies können Unternehmen nutzen, indem sie die Person zu ihrem „Marketingkanal“ machen. Positive Beispiele für Personal Brands sind etwa „Aufräumberaterin“ Marie Kondo (KonMari) oder der bekannte Blogger Darius Foroux.

Was sollte beim Aufbau einer Personal Brand beachtet werden?

Um als Personal Brand erfolgreich zu sein, müssen die Menschen davon überzeugt sein, dass die Person hinter der Marke glaubwürdig ist. Sie müssen wissen, wofür diese Person steht. Wo es nicht gelingt, Vertrauen aufzubauen und das eigene Standing zu vermitteln, wird Personal Branding auf Dauer nicht erfolgreich sein. Fachbuchautor und Speaker Oscar Karem meint deshalb: „Das A und O ist, sich klar zu positionieren, wie bei einem Unternehmen. Neben dem Alleinstellungsmerkmal ist es bei einer Personal Brand besonders wichtig, Glaubwürdigkeit und Authentizität zu verkörpern. Hier scheitern die meisten, weil sie Selbstdarstellung mit Selbstinszenierung verwechseln“.

Personal Branding – auch Mitarbeiter sind Marken

Unternehmen versuchen ganz gezielt, einzelne Mitarbeiter/-innen zu einer Personal Brand aufzubauen. Ziel ist es, den Konsumentinnen und Konsumenten eine Persönlichkeit zu geben, die als authentischer Vermittler fungiert. Hört man ihren Namen oder sieht man ihr Gesicht, denkt man sofort an das Unternehmen oder die Produkte. Der Aufbau einer Personal Brand ist mit einigem Aufwand verbunden und erfordert viel Know-how. Deshalb holen sich Unternehmen immer häufiger Unterstützung von ausgewiesenen Experten oder Coaches.

Wie komplex Personal Branding ist, weiß Oscar Karem aus eigener Erfahrung: „Das Thema Personal Branding sieht von außen oft einfach aus, ist aber in Wirklichkeit mit viel Geduld und harter Arbeit verbunden. Meine persönliche Marke zum Beispiel ist seit 2016 im Aufbau, hat aber erst 2018 ihren Höhepunkt erreicht. Neben viel Schaffenskraft ist vor allem die richtige Strategie entscheidend“.

Der wesentliche Beitrag, den Business Coaches in diesem Bereich leisten, ist daher die Entwicklung einer Strategie. Diese umfasst beispielsweise die Definition der Zielgruppe, aus der sich wiederum die notwendigen Maßnahmen ableiten lassen. Darüber hinaus muss eine gute Strategie die Themenfelder aufzeigen, die die Personenmarke besetzen muss, um die Zielgruppe zu erreichen. Ein heute nicht mehr wegzudenkender Aspekt ist die Auswahl der am besten geeigneten Kommunikationskanäle bzw. -formate.

Strategie „weniger ist mehr“

Es ist nicht immer eine gute Strategie, sich auf möglichst vielen Kanälen und Formaten zu engagieren. Lieber wenige, dafür aber zur Personal Brand und ihrer Botschaft passende Medien. Viele Personal Brands haben sich ihren Expertenstatus über einen einzigen Kanal erarbeitet. Will man sich als Personal Brand überall engagieren, führt dies zu einer geringen Sichtbarkeit auf den einzelnen Kanälen. Dies gilt insbesondere, wenn man den Aufbau einer Follower-Community auf Twitter, Instagram oder YouTube vorantreiben möchte, da dies durch die Vielzahl der Kanäle deutlich erschwert wird.

Umkehrstrategie „mehr ist mehr“

Die Ziele bestimmen die Strategie. Es kann sinnvoll sein, eine Vielzahl von Kommunikationskanälen und -formaten zu nutzen. Wer z.B. die Strategie des „reaktiven Handelns“ verfolgt, indem er sich z.B. an Diskussionen beteiligt, um sich zu positionieren, braucht dafür viele Kanäle und Plattformen mit entsprechenden Themen.

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